Rechtstipps

Formularbetrug & falsche Rechnungen durchschauen

Momentan ist die sogenannte „Kölner Masche“ wieder einmal bundesweit Thema. Auch bei uns in Brandenburg häufen sich Betrugsfälle dieser Art. Dabei werden Gewerbetreibende angerufen und gebeten, die Wiederschaltung einer Werbeanzeige zu prüfen. Vorgelegt werden tatsächlich anderweitig schon einmal als Werbeanzeige veröffentlichte Texte der angeschriebenen Firma. Der flüchtige Leser erkennt seine eigene Anzeige wieder und glaubt, nur einen Korrekturabzug seines Verlages zu unterzeichnen. Tatsächlich gibt er aber eine neue, oft deutlich teurere Anzeige bei einem Drittanbieter in Auftrag.
Auch nutzen viele solcher dubiosen Anbieter Handelsregistereintragungen oder Markenanmeldungen, um unter Vortäuschung einer amtlichen Rechnung hohe Geldbeträge zu kassieren. Für eine im Kleingedruckten versteckte und fast immer ungewollte „Serviceleistung“.

Wie hilft die IHK gegen unseriöse Anbieter?

Da Unternehmensdaten allgemein zugänglich sind, werden Gewerbetreibende oft Zielscheibe bestimmter Täuschungsmethoden. Solche fragwürdigen Geschäftspraktiken sollten Sie erkennen oder zumindest wissen, wie Sie darauf reagieren können. Wir informieren in unserem Merkblatt uber die häufigsten dieser Methoden und wie Sie sich dagegen effektiv zur Wehr setzen können.
Unsere Mitgliedsunternehmen können uns außerdem Formularschreiben und fingierte Rechnungen zusenden. Wir prüfen die Schreiben und informieren über die weitere Vorgehensweise. Die Industrie- und Handelskammern arbeiten mit dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. (DSW) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eng zusammen. Uns vorgelegte Beschwerden leiten wir mit Ihrem Einverständnis an den DSW weiter, der gerichtliche Schritte und gegebenenfalls Strafanzeige einleitet.