Chinesisch-Deutsche-Konferenz

Digitale Industrie im Reich der Mitte

Potsdam war Schauplatz des bislang größten deutsch-chinesischen Unternehmertreffens in Brandenburg. 360 Teilnehmer hatten sich zur Konferenz zu Digitalisierung und Industrie 4.0 angemeldet. Davon kommen etwa 140 aus Deutschland, 220 aus China. „Die große Anzahl der Anmeldungen zeigt, dass Brandenburg ein sehr attraktiver Standort für chinesische Unternehmen ist“, sagte Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, im Vorfeld der Veranstaltung. Die dreitägige Konferenz wurde von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), der Industrie- und Handelskammer Potsdam und dem Cluster Medien, IKT und Kreativwirtschaft Berlin Brandenburg organisiert.
Für alle, die an dem Tag nicht nach Potsdam kommen konnten gab es eine Livestream über unsere Facebook-Seite und unseren Blog International. Die Eindrücke haben wir in einem 60-Sekunden-Video für Sie zusammengestellt

BBer Hauptstadtregion attraktiv für China

Unser Land bietet vieles: Innovative Unternehmen und wettbewerbsfähige Produkte ,Made in Brandenburg‘, die in jedem Markt der Welt bestehen können. Darüber hinaus ist Brandenburgs Hauptstadtregion hoch attraktiv für chinesische Unternehmen, die von hier aus den europäischen Markt erobern wollen“,
sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias.
„Brandenburger Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind in China begehrte Kooperationspartner“, betonte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. „Das Interesse aus China bezieht sich sowohl auf den Aufbau von Handelsbeziehungen als auch auf Investitionschancen in Brandenburg.“

2 Tage digitale Transformation der Industrie

Am 27. April bieten die Veranstalter in der IHK Potsdam ein ganztägiges Programm mit herausragenden Beispielen der Digitalisierung industrieller Produktionsprozesse aus Brandenburg und China. Daran nehmen unter anderem Siemens und Rolls-Royce teil. Nach den Vorträgen im Plenum finden sich die Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in fünf Fachpanels zusammen, um zu diskutieren, wie chinesische und deutsche Unternehmen kooperieren können, so dass beide Seiten davon profitieren. Themen sind u.a. IT-Sicherheit im globalen Datenaustausch, Virtual Reality für industrielle Anwendungen, autonomes Fahren und Geo-Informationssysteme. Zur anschließenden Kooperationsbörse haben sich 230 Teilnehmer angemeldet, die 360 Gespräche führen werden.
Am zweiten Konferenztag (28. April) lernen die Gäste aus China die Region Berlin Brandenburg auf fünf Exkursionen kennen. Die Touren führen u.a. ins Hasso-Plattner-Institut und die Universität Potsdam, zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, ins Energie-Modelldorf Feldheim und nach Frankfurt (Oder) ins Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) sowie zum größten der 28 chinesischen Unternehmen in Brandenburg, dem Solarmodulhersteller Astronergy.
Die WFBB hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich ihr Beziehungsnetz in China ausgebaut, u.a. zu den High-Tech-Zentren Zhongguancun in Peking, in die Partnerprovinz Hebei und nach Shanghai. Die Idee zur Digitalisierungskonferenz in Potsdam entstand im Rahmen einer Unternehmensreise mit Ministerpräsident Dietmar Woidke im Juli 2015 nach China. Im Juli dieses Jahres wird wieder eine Unternehmensreise der WFBB China besuchen, mit dem Schwerpunkt Medien, IKT.

300 Millionen Euro Exportvolumen

China ist Brandenburgs wichtigster Handelspartner in Asien. Die Brandenburger Exporte in die Volksrepublik haben sich in den vergangenen zehn Jahren auf fast 300 Millionen Euro verdreifacht. Das Importvolumen liegt bei 664 Millionen Euro. China war 2016 der elftwichtigste Exportmarkt für Brandenburger Unternehmen. Bei den Einfuhren liegt China auf Rang 6.